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Lebensspuren - Asteroid Vesta


 

Mit einem Durchmesser von 530 Kilometern ist Vesta ist der zweitgrößte Himmelskörper im Asteroidengürtel zwischen den Planeten Mars und Jupiter. Im Jahr 2011 hat die amerikanische Sonde >>Dawn<< Vesta ein Jahr lang erforscht. Dabei wurde der Asteroid  fotografiert  und seine Oberfläche analysiert.

 

Die Messung der chemischen Zusammensetzung der Oberfläche erbrachte überraschende Ergebnisse. Auf Vesta gibt es offenbar größere Mengen an Wasserstoff. Das jedenfalls berichten Forscher um Thomas Prettyman vom Planetary Science Institute in Tucson in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift >>Nature<<. Nach Ansicht der Forscher kann der Wasserstoff nur in Form von Wasser auf der Oberfläche von Vesta vorhanden sein. Reiner Wasserstoff wäre nämlich viel zu flüchtig, um sich längere Zeit auf dem Himmelskörper zu halten. Bislang war man davon ausgegangen, dass es sich bei Vesta um einen staubtrockenen Himmelskörper handelt, deshalb stellen die Messdaten eine kleine Sensation dar.

 

Neue Auswertungen der Daten machen die Sache noch spannender. Die Fotos, die von der Oberfläche des Asteroiden gemacht wurden, zeigen nämlich sich abwärts schlängelnde Rinnen. Auf der Erde werden diese für gewöhnlich von abfließendem flüssigem Wasser hinterlassen. Abrutschendes trockenes Material, z. B. Sand, verursacht hingegen gerade Abflussrinnen.


Auf dem Herbstreffen der American Geophysical Union (AGU) in San Francisco berichteten die Forscher um die Dawn-Wissenschaftlerin Jennifer Scully, von der University of California, Los Angeles, dass die Rinnen zudem oft in gletscherzungenartigen Ablagerungen enden.

 

Im Vesta-Krater >>Cornelia<< finden sich meandernde Rinnen, wie sie auf der Erde hauptsächlich von abfließendem Wasser verursacht werden.

          

               

Hier ein vergrößerter Ausschnitt aus der Abb. links. Im Vergleich zu den geraden Rinnen sind die kurvigen länger und schmaler. Für gewöhnlich beginnen sie V-förmig und verbinden sich im weiteren Verlauf mit anderen Rinnen.

Grafische Verdeutlichung der Fließmuster

  

  

  

  

 

Copyright: NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA 

 

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