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Lebensspuren - Saturn-Mond Dione


 

Flüssiges Wasser auf Dione

 

Nachdem bereits auf den Saturn-Monden Enceladus, Titan und Mimas Ozeane vermutet werden, haben belgische Wissenschaftler nun auch Hinweise auf einen verborgenen Ozean auf dem viertgrößten Saturntrabanten Dione entdeckt. In diesem könnte es sogar Leben geben.

 

Wie das Team um Mikael Beuthe von der Königlichen Sternwarte von Belgien im Fachjournal >>Geophysical Research Letters<< berichtet, wurden Gravitationsmessungen des Mondes durch die Sonde Cassini in geophysikalische Modelle übertragen. Das Ergebnis: Unter einer rund 100 Kilometer dicken Eisschicht birgt Dione wahrscheinlich einen rund 62 Kilometer tiefen Ozean aus flüssigem Wasser.

 

Dieser Ozean dürfte bereits seit der Entstehung des Mondes existieren und einen Kern aus Felsgestein umgeben. Der Kontakt des Wassers mit diesem Gestein ist der Grund dafür, dass die Wissenschaftler über mögliches außerirdisches Leben im Dione-Ozean spekulieren: >>Durch den Kontakt zwischen Wasser und Gestein könnten Nährstoffe und Energiequellen gelöst werden, wie sie für die Entstehung von Leben notwendig sein könnten.<< Die Forscher vermuten, dass es radioaktive Prozesse im Innern des Mondes gibt, durch die der Ozean warm und damit flüssig gehalten wird.

 

Sollte sich die Datenauswertung der belgischen Astronomen bestätigen, wäre Dione neben Enceladus, Titan und Mimas bereits der vierte SaturnMond, auf dem Wissenschaftler direkte Beweise oder Hinweise für verborgene Ozeane gefunden haben.

 

Zuvor schon konnten weitere Beobachtungen eine dünne Sauerstoffatmosphäre und geologische Aktivität auf Dione nachweisen.

 

 

Sauerstoffatmosphäre

 

2015 wunde anhand von Messdaten der NASA-Sonde Cassini das Vorhandensein einer dünnen Sauerstoffatmosphäre um Dione entdeckt hatten, dies wurde 2016 in einer weiteren Studie bestätigt. Damit stützt die Entdeckung eine Theorie, wonach alle Monde, die den Saturn dicht umkreisen, eine vergleichbare Atmosphäre haben. Auch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Grundbausteine des Lebens auf Monden, die Gasriesen umkreisen, vorhanden sind.


Die Atmosphäre um Dione ist extrem dünn, dennoch ist ihre Entdeckung von großer Wichtigkeit. Wie es scheint, sind es die geladen Partikel der starken Strahlung des Gasplaneten Saturn, die das auf Dione und den anderen Monden vorhandene Wasser, bzw. Eis in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten.

 

 

Geologische Aktivitäten

 

Nahaufnahmen der Saturnsonde Cassini von einer 800 Kilometer langen Bergkette auf Dione legen nahe, dass dieser Trabant des Saturn in der Vergangenheit geologisch aktiv war, und dass er es heute noch sein könnte. Damit wird Dione für die Suche nach außerirdischem Leben im Sonnensystem besonders interessant.


>>Mehr und mehr zeichnet sich ein Bild von Dione als ruhiger Zwilling des aktiven, Geysirfontänen speienden Enceladus ab<<, erläutert Bonnie Buratti vom Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA, die die Untersuchungen der Cassini-Daten zu den Saturnmonden leitet. >>Wie es scheint, gibt es da draußen viele aktive Welten mit Wasser.<<

Die neusten Daten der Cassini-Mission, die seit 2004 das Saturnsystem erkundet, belegen einen schwachen Partikelstrom aus Richtung des Mondes. Außerdem gibt es Hinweise für eine zähflüssige Schicht unterhalb der Eiskruste des Mondes. Schon zuvor hatten andere Cassini-Aufnahmen alte, wenn auch inaktive Oberflächenmerkmale auf Dione aufgezeigt, wie sie den Frakturen auf Enceladus ähneln, aus denen gewaltige Eiswasserfontänen, die kilometerweit reichen, ins All schießen.

Wie die Forscher im Fachjournal >>Icarus<< berichten, zeigen die aktuellen Aufnahmen, dass sich die Kruste des Mondes unterhalb der Bergkette Janiculum Dorsa auf einer Strecke von bis zu 500 Meter faltet. >>Die Faltung legt nahe, dass die eisige Kruste einst warm war und die beste Erklärung für die Herkunft dieser Wärme ist, dass Dione zur Zeit, als sich die Bergkette bildete, einen verborgenen Ozean besaß<<, so Noah Hammond Brown, der Hauptautor der Studie.

Dione selbst wird von den starken Gezeitenkräften des Saturns gestreckt und gestaucht, wenn sich der Mond seinem Planeten nähert und sich auf seiner Umlaufbahndann von ihm  wieder entfernt. Wenn sich die eisige Kruste auf einem Untergrundozean frei bewegen kann, erhöht sich die so erzeugte Wärme um das Zehnfache.

Wissenschaftler bemühen sind weiterhin darum herauszufinden, warum Ecledaus noch heute so aktiv ist, und warum und sich diese Aktivität auf Dione deutlich abgeschwächt hat. Möglicherweise waren die auf Enceladus wirkenden Gezeitenkräfte stärker, oder ein größerer Teil des Gesteins im Kern von Enceladus erzeugte mehr radioaktive Erwärmung aufgrund größerer Anteile schwerer Elemente.