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Lebensspuren - Venus


 

Seit einigen Jahren wird über die Möglichkeit nachgedacht, dass auf dem Planeten Venus, einer wahren Gluthölle, Leben existiert. Gemeint sind dabei Mikroorganismen. In letzter Zeit fachen aktuelle Entdeckungen die Diskussion erneut an. Bislang rätselhafte Eigenschaften der Atmosphäre des sonnennahen Planeten könnten sich nämlich am besten durch die Anwesenheit von Leben erklären lassen.

 

Was früher als undenkbar galt, wird daher heute ernsthaft erwogen. Die Astrobiologie, ein stets progressiver, neuerer Forschungszweig, öffnet sich immer weiter für die erstaunlichen Möglichkeiten des Lebens, gleichsam Möglichkeiten an den Grenzen des Möglichen. Zu dieser Tendenz tragen auch die Funde von Mikroorganismen an den exotischsten Orten der Erde bei. Sie leben z. B. in den Black Smokers, mehrere hundert Grad Celsius heißen hydrothermalen Quellen am Boden der Tiefsee. Sie gedeihen in Flugzeugtreibstoff und radioaktiv verseuchtem Wasser, existieren im antarktischen Eis und können sogar unter Sauerstoffabschluss bei Null-Gravitation überdauern. Ähnlich könnte die Biologie auch auf der Venus erfolgreich gewesen sein, obwohl der Planet um etwa 30 Prozent näher an der Sonne liegt als die Erde, seine flüssigen Ozeane dadurch schon vor langer Zeit verloren hat und mit seiner extrem dichten Atmosphäre zur Gluthölle wurde, an deren Oberfläche es heißer ist als in einem Backofen. Der atmosphärische Druck am Boden erreicht fast 100 Bar, die Wolken sind mit ätzender Säure angereichert, und sogar robuste, speziell für solche Bedingungen konstruierte Raumsonden, hielten nach der Landung höchstens zwei Stunden durch, bis sie angesichts der extremen Umgebungsbedingungen den Geist aufgaben. >>Venus ist ein höllischer Ort<<, betont Professor Andrew Ingersoll, führender US-Planetenforscher und Experte für den Riesenplaneten Jupiter. Dennoch könnten beispielsweise in den Wolken der Venus ökologische Nischen existieren. Auch auf der Erde gibt es Lebensformen, die gegen extrem saure Umgebungen bestehen. Venus-Organismen könnten die starke, auf Venus einfallende Ultraviolettstrahlung der Sonne mit omnipräsenten Schwefelverbindungen in Form molekularer Ringstrukturen aus acht Schwefelatomen als UV-Schutz abblocken. Vielleicht ist das aber auch gar nicht nötig: Unlängst nämlich fand die ESA-Raumsonde Venus Express eine Ozonschicht um den Planeten. Die Detektoren registrierten die zarte Gashülle bei der Beobachtung weit entfernter Hintergrundsterne direkt am Rande der Venuskugel. Das Sternenlicht wanderte durch die planetare Atmosphäre, wobei die stellare UV-Helligkeit zeitweilig absank, die kurzwellige Strahlung wurde vom Ozon verschluckt.

 

Wissenschaftliche Spekulationen zu der Frage, ob es Leben in der Venusatmosphäre gibt, zirkulieren schon seit Jahren. So veröffentlichten die beiden Planetenforscher Dirk Schulze-Makuch und Louis Irwin bereits 2002 einige Gedanken in dieser Richtung. Dazu gehört der Mangel an Kohlenmonoxid in der Atmosphäre. Eigentlich sollte dieses Gas stetig durch Sonneneinstrahlung und Gewitter entstehen, doch irgendetwas scheint es der Lufthülle der Venus permanent zu entziehen. Außerdem finden sich dort Schwefelwasserstoff und Schwefeldioxid in friedlicher Koexistenz. Diese Gase reagieren aber chemisch miteinander, sie treten für gewöhnlich also nicht lange gleichzeitig auf. Wenn doch, dann weil sie ständig neu produziert werden. Was ist die Quelle? Auch das wenig vorteilhaft riechende Gas Carbonylsulfid könnte auf die Anwesenheit von Leben auf der Venus hindeuten, da es anorganisch nur sehr schwer herzustellen ist.

 

Die Forscher plädieren schon lange für eine künftige Raumsonden-Mission, die direkt vor Ort, in den Wolken der Venus, nach solchen Mikroben sucht. Dabei wird auch darüber nachgedacht, solche Mikroben für Laboruntersuchungen zur Erde zu bringen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, ob jene vermuteten Lebensformen eventuell pathogenes Potenzial enthalten, welches dem Leben auf der Erde gefährlich werden könnte. , - Na ja, die Militärs wird es freuen ...